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Wer wandert, braucht nur, was er tragen kann: Bericht über ein einfaches LebenQuelle: amazonISBN: 3492249841 8,95 EUR
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Ein Machwerk sondergleichen
Datum:2010-08-12 - Rating: 1/5selbst mit dem Risiko einer Fangemeinde zu nahe zu treten.
Titel und Klappentext lassen nicht nur eine (angerissene) Lebensgeschichte einer Aussteigerin erwarten sondern auch paar Einblicke in dieses Leben, eininge Hinweise und sachdienliche Tipps.
Stattdessen:
- 12 Seiten Vorwort mit einigen - sowohl vom erlebten her als auch in der Schilderung - recht gewöhnlichen Sätzen von den Großmüttern über Kindheit, Schulerlebnisse einer Linkshänderin, Ausbildung usw., recht beliebig und nicht besonders vielsagend oder zwingend aneinandergereiht.
- Dann der sehr schmale eigentliche Hauptteil, 40 Seiten (und davon fast die Hälfte Fotos, die nur zum Teil etwas damit zu tun haben) über wie es zu dem Häuschen und Grundstück im SW kam, paar Momente wie es sich da so lebt, was man manchmal geschenkt bekam und bisschen was darüber, was man für den Alltag selber anschaffen musste und wie man schließlich mit nur einem Tag arbeiten seine Existenz finanzeiren kann. Immer wieder klingen bewegende Erinnerungen an reisen in Nord Afrika, vorwiegend Algerien an ... und so sind die nächsten 124 Seiten (in jeder Hinsicht doch recht gewöhnlichen) Erlebnis- und Einsichtsgedichten und andere Fotos entstanden aus den Begegnungen und Besuchen in der Sahara und wahrscheinlich Atlas vorbehalten.
- Ach ja, dann noch ein 1 Seite Nachwort, nochmal wiederholend, was davor angeschnitten sowie in demselben recht beiläufigen und beseelten Tonfall gehalten, manchmal bisschen, ma non troppo, zivilisationskritisch räsonierend oder einige der Standards bzw. Klischees des einfachen Lebens hervorhebend (Kerzenlicht, kaltes Wasser, Sonnenaufgang) und irgendwann wird sogar der Name Thoreau erwähnt.
Eigentlich sollte man paar bezeichnenee Stellen zitieren, damit es jeder gleich sehen kann und nicht das ganze erstehen muss .. obwohl, es sei gegönnt, dient es einem guten Zweck und erfüllten Leben ... ABER,
ein Buch, das man sonst aufgrund des sehr kurzen, wenig sagenden Inhalts (d.h. unabhängig davon, was man ohne überzogene Ansprüche "Story-mäßig" und stilisitsch erwarten würde bzw. sich anzutun gewillt ist) irgendwo bei print on demand im mittelfeld vermuten würde, dann bei Piper und in der zweiten Auflage ... das ist dann schon ein anderes sozio-kulurelles Phänomen.
Wie so ein - teilweise autarkes - Leben und der Alltag aussehen, was das erfordert, was man sich an fertigkeiten und Techniken aneingenen kann, muss oder sollte usw. darüber erfährt man: herzlich wenig. Dafür das 3 bis 4-fache an versprengten oder verkappten Tagebuchnotizen (von denen man nicht den Eindruck hat, sie wären in manch langer oder erfüllter Stunde entstanden, sondern eher für irgendein Buch- oder Vortragprojekt bzw. Angebot recht flott runtegespult & aufgespießt worden) und über Seiten plätschernde Langgedicht-Reisenotate ... oder doch aqles in allem schnell verwertete Erinnerungsreste? (Die meisten Fotos passen dazu ohne vom Inhalt abzufallen.)
bin enttäuscht
Datum:2010-04-15 - Rating: 1/5Leider gibt das Buch von aussen etwas anderes vor, als sich dann wirklich wiederfindet.
Im Grunde kann man es in 1-2 Stunden lesen und danach bleiben viele offene Fragen!
Wie sehr hätte es mich interessiert, wie diese Frau wirklich lebt, wie es ihr geht und was ihr Umfeld sagt.... am Anfang beginnt es vielversprechend, danach erfährt man nicht viel. bin enttäuscht.
Die Gedichtform finde ich unpassend, man bekommt fast den Eindruck sie möchte etwas vorgeben, was nicht ist: Viele Seiten bedeuten hier nicht viel Information!
Was braucht der Mensch zum Leben?
Datum:2009-12-11 - Rating: 4/5Das Buch setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Im Ersten beschreibt die Autorin ihr einfaches Leben in einem kleinen Holzhaus, wie es dazu kam und Andeutungen für das Warum. Der zweite Teil besteht aus Notizen oder Versen über ihre Reisen, in erster Linie Eindrücke und Gefühle. Der so oft als unpassend kritisierte Titel darf nicht so wörtlich genommen werden. Er bezieht sich wohl auf die Wanderschaft, die unser Leben darstellt.
Ich habe das Buch gekauft, weil mich Anne Donaths bescheidenes Leben interessiert hat. Nur das Nötigste besitzen, nur soviel Arbeiten, dass es zum Leben an sich reicht. Sie folgt hier deutlich der Philosophie Thoreaus ("Walden oder Leben in den Wäldern"). In angenehm 'milder' Sprache schildert sie ihre Entwicklung weg von der Konsumgesellschaft. Die Frau besitzt nicht, was für andere Europäer nicht wegzudenken ist: Dinge wie z.B. eine Waschmaschine oder einen Elektro- bzw. Gasherd. Sie beschreibt das alles sehr locker und leicht und zeichnet damit ein utopisches Bild. Man fragt sich, ob denn ihr Leben tatsächlich so frei und unbeschwert sein kann - und ob es das eigene Leben auch sein könnte.
Leider lässt sie den Leser dann mit vielen offenen Fragen zurück. Ich bin sicher nicht der Erste, der am liebsten gleich nach Zettel und Stift greifen würde, um ihr einen Brief zu schreiben und diese Fragen zu stellen.
Dem zweiten Teil muss man sich einfach hingeben, oder man braucht ihn nicht lesen. Hier werden keine Inhalte mehr vermittelte, sondern Gefühle, einzelne Gedanken. Losgelöst darf der Leser hier in den Moment eintauchen, Fakten oder Effizienz unserer materialistischen Welt zählen hier nicht.
Fazit: Ein sehr schönes Buch für diejenigen, die Muße haben, sich dem hinzugeben. Ich vergebe aber nur vier Sterne, weil ich mit zu vielen Fragen zurückgelassen wurde.
nette Unterhaltung
Datum:2009-12-03 - Rating: 2/5in ein paar Stunden liest sich dieser Text ganz unterhaltsam. Ich habe aber zu bemängeln, dass kein Bezug zum Titel besteht. Es wurde dagegen lang und breit berichtet wie man einfach und bescheiden in einem kleinen Häuschen leben kann.
offene Fragen
Datum:2009-05-02 - Rating: 3/5Das Buch an sich ist zu Anfang ganz interessant. Die Sprache ist ein wenig gewöhnungsbedürftigt. Leider hatte ich, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, noch so viele offene Fragen, dass ich am liebsten gleich zu Anne Donath nach Hause gefahren wäre um sie auszufragen. Die letzte Hälfte das Buches besteht aus Gedichten, welche ich nicht sonderlich gut fand. Doch ihre Gedanken und Gefühle kamen dadurch recht gut zum Ausdruck.
Im Großen und Ganzen hatte ich mir mehr praktische Tipps zur Nachahmung gewünscht.
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