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Trost der Philosophie: Eine GebrauchsanweisungQuelle: amazonISBN: 3596156394 9,90 EUR
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Ein wundervolles Buch!
Datum:2010-06-10 - Rating: 5/5Alain de Botton hat mit 'Trost der Philosophie' ein wahres Meisterwerk geschaffen. Er schafft es, Probleme des Alltags mit Hilfe vergangener Philosophen kurzweilig, interessant und intelligent darzustellen. Hierfür wählt er klug ausgesuchte Textpassagen von den Werken der Philosophen aus, die er sinnvoll in seinen Text eingliedert. Es werden nicht bloß die inhaltlichen Gedanken der Philosophen dargestellt, sondern auch ihr biographischer Hintergrund; dies lässt jeden Philosophen in einem in sich geschlossenen Bild dastehen. Des Weiteren werden den Texten kleine Grafiken beigefügt, die zur besseren Veranschaulichung dienen. Alles in allem also absolut empfehlenswert!
Philosopie für alle!
Datum:2007-02-19 - Rating: 5/5Meistens schreckt man ja doch vor Philosopie zurück. Vorurteile sind zum Beispiel: ist viel zu schwer, viel zu theoretisch u.ä. Entsprechend beeindruckt ist man dann von denen, die sich mit Philosophie beschäftigen. Was an sich schade ist. Dabei haben Philosophen sich Gedanken zum Dasein gemacht und das ist von so vielen Schwierigkeiten, Widrigkeiten und Problemen geprägt (Lügner, wer das leugnet), dass es umso interessanter ist, wenn man erfährt, was die Philosophen dazu zu sagen hatten.
Und hier kommt die ultimative Lösung: Man nehme eins der universellen Probleme unseres Daseins und ordne ihm einen Philosophen zu und wende seine Überlegungen auf unser Dasein an. Schön geschrieben, originell aufgemacht (die Illustrationen und Bilder), sehr informativ und außerdem auch hilfreich. Kann man immer wieder herausholen, wenn man sich stilvoll (und rational - das hilft!) trösten lassen will...
praktische Philosophie als Lebensberatung
Datum:2006-02-05 - Rating: 5/5".... schlagt in eurem Ärger auf mich ein und verurteilt mich zum Tode, um dann euer weiteres Leben zu verschlafen." Das sagte Sokrates, er behielt Recht und de Botton versteht es bestens und in allgemein verständlicher Form, uns die Gedanken, Vorlieben und logischen Schlüsse näher zu bringen. Nicht nur Sokrates, der u.a. nach Platons Phaidon den einzelnen Ideen ein wirkliches Sein zusprach, sondern auch de Botton in der Fortführung verspricht, dass die anderen Dinge, das Denken, das Leben gemäß ihrer Teilnahme an eben diesen Ideen die gleiche Benennung erhalten.
Zum Trost durch die Philosophie ist u.a. Epikur zitiert, der u.a. Freundschaft als Prinzip des Glücks ansieht (siehe: Epikur, Überwindung der Angst). Alain de Botton bringt die Philosophen von den Vorsokratikern über die Epikuräer zu Montaigne, über Schopenhauer zu Nietzsche und dann mit seiner Art ins Wohnzimmer. Jede Angst entfällt, populäre Themen helfen der Philosophie zu mehr Popularität. Mehr Wissen führt zu mehr Wachheit. Sokrates würde von aufgeweckten Philosophen nicht verurteilt.
Alain de Botton hat seine Sache gut gemacht!
Sehr zu empfehlen.
Für Anwender und Einsteiger
Datum:2004-12-28 - Rating: 5/5Philosophie gilt als schwerverständlich und weltfremd: Dieses Buch beweist das Gegenteil. Ob's am Geld mangelt, es mit der Liebe nicht klappt, man wieder mal an den eigenen Unzulänglichkeiten scheitert oder die ganze Welt mal wieder anders will als man selbst: Da kann geholfen werden.
Zahlreiche und hilfreiche Illustrationen helfen dabei, die Erkenntnisse sechs philosophierender Schwergewichte - Sokrates, Epikur, Seneca, Montaigne, Schopenhauer und Nietzsche - zugänglich zu machen. Frech und unkonventionell führt der Autor in das Leben, die Zeit und die Gedanken der Herren ein, immer mit dem Blick aufs Praktische. Patentrezepte gibt's keine, aber viele An - und Einsichten zum Selberweiterdenken: Und über die Probleme einmal auf eine ganz andere Art nachzudenken, kann wirklich weiterhelfen.
Der Autor Alain de Botton lehrt an der Londoner Universität Philosophie: Fachlich ist sein Buch solide und sauber - im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Titeln. Trotz des lockeren Plaudertons, dem Mut zur Beschränkung aufs Wesentliche und der etwas respektlosen Sprache - und gerade wegen der Lebensnähe - ist das Buch ideal für Philosophie-Einsteiger ab etwa 15 Jahren (auch ggf. als Schullektüre).
Wie auch für alle Menschen mit Frust, Liebeskummer oder Geldsorgen.
Also (fast) alle.
Uneingeschränkte Empfehlung!
Interessante Philosophen
Datum:2004-07-05 - Rating: 4/5Der Autor stellt dem Leser in diese Buch 6 Philosophen vor, wobei er jeweils eine der Hauptweisheiten bzw. Haupterkenntnisse des jeweiligen Denkers in den Mittelpunkt der Betrachtung setzt. Die Auswahl der Philosophen ist mit Sokrates, Epikur, Seneca, Montaigne, Schopenhauer sowie Nietzsche meiner Ansicht nach recht gut getroffen - Schopenhauer + Seneca finde ich am gelungensten, am wenigsten konnte ich mit den Darlegungen zu Montaigne anfangen. Für interessierte Philosophie-Laien ein reizvoller Zugang, wobei die Nummer mit dem Trost etwas aufgesetzt wirkt und der Schreibstil manchmal etwas gutmenschlich-pädagogisch daherkommt - trotzdem auf alle Fälle lesenswert.
De Botton, selbst in London Dozent für Philosophie, hat aus der langen abendländischen Philosophiegeschichte sechs Denker ausgewählt: Epikur ist sein Gewährsmann, wenn es um die Erkenntnis geht, dass die wichtigsten Dinge auf Erden nicht mit Geld zu kaufen sind. Montaigne hilft, sich mit der eigenen Unvollkommenheit abzufinden. Und Nietzsche legt die Einsicht nahe, dass "nicht alles, wonach wir uns besser fühlen" auch gut für uns ist. Den prominenten Reigen der Trostspender runden Sokrates und Seneca ab.
Das Rezept hat sich bewährt: Wie in seinem erfolgreichen Wie Proust Ihr Leben verändern kann destilliert de Botton auch diesmal aus teilweise nicht gerade leicht lesbaren Werken ein kurzweiliges und amüsantes Buch, das andererseits nie in Plattheit abzugleiten droht. Mit beneidenswerter stilistischer Leichtigkeit streift der Autor durch Leben und Werk der berühmten Denker, steuert auch eigene Anekdoten und Gefühle bei, illustriert das Ganze mit vielen Abbildungen und hat am Ende recht eindeutig bewiesen, dass die Philosophie manchmal lebenspraktischer sein kann als man gemeinhin denkt.
Ob nun Schopenhauer tatsächlich jemandes Liebeskummer zu lindern vermag mit seiner These, dass der "Endzweck aller Liebeshändel" nun mal die Fortpflanzung und deshalb der gesamte Komplex unserer Einsicht und Beeinflussung entzogen sei, darf eher bezweifelt werden. Aber Trost der Philosophie ist auch nur am Rande als Ratgeber zu verstehen -- es ist vor allem eine originelle und auf jeder Seite lesenswerte Einführung in philosophisches Denken und Handeln. --Christian Stahl
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